One line

Ensemble

Die sieben Sänger-Persönlichkeiten, vom Koloratursopran über den Countertenor bis zum schwarzen Bass, suchen im Austausch mit Künstler*innen der Komposition, Poesie, Video-, Konzept- und Theaterkunst stets nach neuen vokalen Ausdrucksformen. Vermehrt arbeiten sie dabei mit Künstler*innen, die die Möglichkeiten digitaler Medien ausreizen, mit Lust auf Vernetzung, im Spiel mit Genres, im Auflösen von Raum, Perspektiven und Funktionen. Im Zentrum der Ensemblearbeit steht das vokale Kammer-Musik-Theater: Hunderte von Werken wurden den Sänger*innen »auf den Leib« komponiert. Zentral ist auch ihre Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Musikkulturen.

 

Mit Experimentierfreude, Empathie und Virtuosität verleihen die Sänger*innen künstlerischen Positionen ihre Stimme und unterstreichen dadurch kulturellen Reichtum und Diversität. Ihre internationalen Gastspiele ergänzen sie stets durch Meisterkurse für Stimme und Vokalkomposition. Eine wichtige Aufgabe sehen sie darin, Künstler*innen zu ermutigen, zu fördern und ihnen einen angemessenen Spielraum für ihre künstlerischen Ideen und Sehnsüchte zu ermöglichen. Für ihre einzigartige Arbeit wurde den Neuen Vocalsolisten 2021 der Silberne Löwe der Biennale Venedig verliehen und 2022 der italienische Kritikerpreis Premio Abbiati.

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Medien

Luigi NonoQuando stanno morendo

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Oft sind es Ereignisse des privaten Lebens, die Werke zur Folge haben. »Sarà dolce tacere« (1960) etwa entstand zum 40. Geburtstag von Nonos (einstigem) Lehrer und engen Freundes, Bruno Maderna; und »Ha venido«, ebenfalls 1960 komponiert, schrieb er zum ersten Geburtstag seiner Tochter. Hingegen spricht aus »Djamila Boupachà« (1962), »Dónde estás, hermano« (1982) und »Quando stanno morendo« (1982) wieder ganz der politisch Involvierte, der engagierte Weltbürger Nono.

(Jürg Stenzl)