Ensemble
Die sieben Sänger-Persönlichkeiten, vom Koloratursopran über den Countertenor bis zum schwarzen Bass, suchen im Austausch mit Künstler*innen der Komposition, Poesie, Video-, Konzept- und Theaterkunst stets nach neuen vokalen Ausdrucksformen. Vermehrt arbeiten sie dabei mit Künstler*innen, die die Möglichkeiten digitaler Medien ausreizen, mit Lust auf Vernetzung, im Spiel mit Genres, im Auflösen von Raum, Perspektiven und Funktionen. Im Zentrum der Ensemblearbeit steht das vokale Kammer-Musik-Theater: Hunderte von Werken wurden den Sänger*innen »auf den Leib« komponiert. Zentral ist auch ihre Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Musikkulturen.
Mit Experimentierfreude, Empathie und Virtuosität verleihen die Sänger*innen künstlerischen Positionen ihre Stimme und unterstreichen dadurch kulturellen Reichtum und Diversität. Ihre internationalen Gastspiele ergänzen sie stets durch Meisterkurse für Stimme und Vokalkomposition. Eine wichtige Aufgabe sehen sie darin, Künstler*innen zu ermutigen, zu fördern und ihnen einen angemessenen Spielraum für ihre künstlerischen Ideen und Sehnsüchte zu ermöglichen. Für ihre einzigartige Arbeit wurde den Neuen Vocalsolisten 2021 der Silberne Löwe der Biennale Venedig verliehen und 2022 der italienische Kritikerpreis Premio Abbiati.
Mitglieder
Ensemble Management
Christine Fischer
Medien
Porträt Ricardo Eizirik
Evis Sammoutis: Atrapós
Die Musik von Evis Sammoutis ist eine dynamische Verschmelzung von Körperlichkeit, Virtuosität und kultureller Tiefe. Ausgehend von seinen zypriotischen Wurzeln und seiner vielfältigen Ausbildung erkunden seine Kompositionen taktile Klanglandschaften, poetische Kontraste und neurologische Ästhetik.
Alessandro Bosetti: Portrait de voix
Fabien Lévy: De l’art d’induire en erreur
Die Musik von Fabien Lévy lebt von Mehrdeutigkeit, Paradoxie und klanglicher Illusion. Beeinflusst vom Spektralismus und seinen Vorbildern Grisey und Risset, greift Lévy auf musikalische Anspielungen zurück–von der bildenden Kunst bis zu den Traditionen der Welt …
Mikel Urquiza: Espiègle
Ramon Lazkano: Diptyque Jabès
Claus-Steffen Mahnkopf: Vocal Music II
Huihui Cheng–Portrait
Zeynep Gedizlioğlu: verbinden und abwenden
Katharina Rosenberger: Tempi agitati
Ming Tsao–Das wassergewordene Kanonbuch
Turgut Erçetin–Panopticon Specularities
Karola Obermüller–Portrait
Zuriñe F. Gerenabarrena–Portrait
David Philip Hefti–Portrait
Georges Aperghis Wölfli-Kantata
Drama–Francesconi, Kampe, Käser, Cerha
Luciano Berio–A-Ronne
Madrigali
Johannes Schöllhorn
José M. Sánchez-Verdú
Sarah Nemtsov–Portrait
Oscar Bianchi: Matra
Bernhard Gander–Monsters and Angels
Lucia Ronchetti–Drammaturgie
José Maria Sánchez-Verdú: AURA–Musiktheater
Portrait Lucia Ronchetti
Salvatore Sciarrino–Madrigali
12 Madrigali–Eine neue Ökologie des Klangs
Salvatore Sciarrino erforscht mit den Neuen Vocalsolisten Stuttgart, in einer kammermusikalisch reduzierten Form der Mehrstimmigkeit, eine neue Ökologie des Klangs. Als Text hat der italienische Komponist sechs Haikus des japanischen Dichters Matsuo Bashô (1644–1694) verwendet.
Andreas Dohmen–Portrait
Enno Poppe: Interzone
Beat Furrer–Fama
Alles Theater!
Werke von
Georges Aperghis, Manuel Hidalgo,
Lucia Ronchetti, Luciano Berio,
Paolo Perezzani, Carola Bauckholt
fuoco e ghiaccio
Luigi Nono–Quando stanno morendo
Oft sind es Ereignisse des privaten Lebens, die Werke zur Folge haben. »Sarà dolce tacere« (1960) etwa entstand zum 40. Geburtstag von Nonos (einstigem) Lehrer und engen Freundes, Bruno Maderna; und »Ha venido«, ebenfalls 1960 komponiert, schrieb er zum ersten Geburtstag seiner Tochter. Hingegen spricht aus »Djamila Boupachà« (1962), »Dónde estás, hermano« (1982) und »Quando stanno morendo« (1982) wieder ganz der politisch Involvierte, der engagierte Weltbürger Nono.
(Jürg Stenzl)
Neue Vocalsolisten–Portrait
IOSIS. Zu Gesualdo–Cross Media Oper
André Werner–Kammermusik