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Das wassergewordene Kanonbuch

Mi. 18.03., 19:30Uhr
Theaterhaus, T3
Stuttgart

Ming Tsao: Das wassergewordene Kanonbuch

für sechs Stimmen (2016/17)

 

 

Ming Tsao im Gespräch mit

Mitgliedern der Neuen Vocalsolisten

 

 

Ming Tsao: Das wassergewordene Kanonbuch

für sechs Stimmen (2016/17)

 

—- Pause —-

 

Chaya Czernowin: IMMATERIAL
für sechs verstärkte Stimmen (2021)

Madrigal 1 und 2

 

 

Neue Vocalsolisten

Peyee Chen, Sopran

Susanne Leitz-Lorey, Sopran

Helena Sorokina, Mezzosopran

Martin Nagy, Tenor

Guillermo Anzorena, Bariton

Andreas Fischer, Bass

 

 

 

Das wassergewordene Kanonbuch ist ein Katalog mit 20 Kanons für sechs Stimmen, das ich von 20162017 für die Neuen Vocalsolisten komponiert habe. Das Werk ist als Beispiel für eine »spekulative Wendung« hin zu einer musikalischen Komposition zu verstehen, die mögliche Welten als Kontrapunkt zu unserem herkömmlichen Verständnis von einem Ort setzt, einem Ort, wo musikalische Lyrik sensibel reagiert auf die Beziehungen zwischen menschlichem Wirken und der Gegenwart in einer mehr als nur menschlichen Welt.

Jeder Kanon dieser möglichen Welt basiert auf einem »Puzzle Kanon« (Rätselkanon), der von der frühen bis zur späten Renaissance fortgeschrieben wurde, versehen mit einer Referenz auf ein Gedicht von Paul Celan.

 

»Das wassergewordene Kanonbuch« ist Teil meines Opernprojektes »Die Geisterinsel« und Mirandas Atemwende, komponiert in den Jahren 2011 und 2015. Die meisten Kanons sind als dreistimmige Rätselkanons angelegt, in denen allmählich drei separat geführte Stimmen zu einer einzigen Melodielinie verschmolzen werden.

(Ming Tsao)

Ming Tsao
© Markus Sepperer
Chaya Czernowin
© Priska Ketterer