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1984 als Ensemble für zeitgenössische Vokalmusik unter dem Dach von Musik der Jahrhunderte gegründet, sind die Neuen Vocalsolisten seit dem Jahr 2000 ein künstlerisch selbstständiges Kammerensemble für Stimmen.

Die sieben Konzert- und Opernsolisten, vom Koloratursopran über den Countertenor bis zum schwarzen Bass, verstehen sich als Forscher und Entdecker und bringen in Eigenverantwortung ihre künstlerische Gestaltungskraft in die kammermusikalische Arbeit und in die Zusammenarbeit mit Komponisten und anderen Interpreten ein. Ihre Partner sind Spezialistenensembles und Rundfunkorchester, Opernhäuser und die freie Theaterszene, elektronische Studios sowie zahlreiche Veranstalter internationaler Festivals und Konzertreihen Neuer Musik.

Im Zentrum ihres Interesses steht die Recherche: das Erforschen neuer Klänge, neuer Stimmtechniken und vokaler Artikulationsformen, wobei dem Dialog mit Komponisten eine große Bedeutung zukommt. In jedem Jahr werden etwa 20 Werke von den Neuen Vocalsolisten uraufgeführt. Das Musiktheater und die interdisziplinäre Arbeit mit Elektronik, Video, bildender Kunst und Literatur gehören ebenso zum Ensemblekonzept wie die Collage von kontrastierenden Elementen Alter und Neuer Musik.

Internationale Beachtung fanden in den letzten Jahren Musiktheaterproduktionen wie Hilda Paredes’ Phantom Palace mit Aufführungen in Stuttgart und New Haven (Connecticut), Brian Ferneyhoughs Shadowtime mit Aufführungen in München, Paris, London und New York, Julio Estradas Murmullos de Paramo mit Aufführungen in Stuttgart, Madrid, Venedig und México City, aber auch a cappella Musiktheaterproduktionen mit Musik von Oscar Strasnoy, Luciano Berio, Lucia Ronchetti und anderen, die in vielen Ländern Europas, in Los Angeles und in Buenos Aires (Teatro Colón) zu sehen waren.

Das interdisziplinäre Projekt Escalier du chant von Olaf Nicolai in der Pinakothek der Moderne München, zwei Musiktheater-Produktionen von José-María Sánchez-Verdú, AURA und GRAMMA und die Wiederaufführung des Video-Musik-Theaters Freizeitspektakel von Hannes Seidl und Daniel Kötter in Warschau prägen neben über 30 Konzertreisen und Workshops das Jahr 2011.